Um das gleichmal vorweg klarzustellen: Es stand nicht zu vermuten, dass die content- und marketdriven Searchengine-Programming-Herrschaften aus dem Sonnenstaat mit diesem außerordentlich wichtigen Zahnrad eines funktionierenden Mannschaftgefüges etwas anfangen können. Erstens, weil sportlich völlig ungebildet, und zweitens, weil da drüben sowie nur Stars zu finden sind, selbst an der Supermarktkasse. Dabei hätte ein Blick in den Duden bereits ausgereicht, um der Sache schon sehr viel näher zu kommen - dazu später noch mehr. Stattdessen irrlichtert der selbsternannte HAL 9000 des weltweiten Netzes nur zwischen den Hamburger Originalen Hummel und Zitronenjette und der geistigen Nahrung der Erzbistums München und Freising hin und her. Aber immerhin: Wasserträger waren also schon vor ihrer eigentlichen fußballerischen Geburt im Norden und Süden der Republik bekannt. Kein Wort aber zu den herausragenden Vetretern dieser Zunft, die diesen Begriff von den Löschzügen der Dorffeuerwachen auf die großen Bühnen der Fußballwelt gehievt haben. Wer würde wohl heute neben dem Delle moderieren, wenn ihm nicht früher der geniale Hacki Wimmer auf der linken Seite zur Verfügung gestanden hätte: Inbegriff des ergebenen, selbstlosen, die Außenbahn beackernden und freiräumereißenden Fußballarbeiters? Und was für ein doppeltes Glück für den Günni, hatte er doch in der damaligen Fohlenmannschaft noch so ein Prachtexemplar dieser Spezies, dessen Wasserträgermentalität auch bis heute voll durchschlägt. Da hätten die da drüben einfach mal in unserem Duden nachschauen müssen, denn da steht es doch:
Was-ser-trä-ger, der: 1. (bes. früher) jmd., der [berufsmäßig] Wasser für die Trinkwasserversorgung herbeiträgt. 2. (bes. heute) jmd., der [berufsmäßig, aber auch neidisch] auf dem Fußballfeld beim Abdecken den Terrier gibt, und in seinem sonstigen Leben auf der Kö Einkaufstüten hinterherträgt, wenn Elvira mit Günni dort shoppen geht.
Das Düsseldorfer Stadtmagazin Coolibri brachte die Sensation in seiner Februarausgabe ans Licht. Die Bayern-Stars sind neuerdings auch im Bolzklub aktiv … wir selbst haben das gar nicht mitbekommen und sind für diese Info sehr dankbar. Ich meine hinter den beiden kann man Lukas Podolski noch erkennen, den wollen wir natürlich nicht unterschlagen :-)
Es ist unglaublich, war aber zu befürchten. Da programmieren sie seit Jahren im Silikon Tal um die Wette und haben doch keine Ahnung von den wesentlichen Dingen dieser Welt, zum Beispiel vom Fußball. Fast hat es den Anschein, als sei die Wiederauferstehung des ehemals in der östlichen Besatzungszone Deutschlands beheimateten Tal der Ahnungslosen im Westen der USA - (verständnis-)technisch und geografisch gesehen - hervorragend gelungen. Was der gemeine Durchschnitts-User wahrscheinlich unkritisch durchscrolled; dafür ist der geneigte Leser dieses Blogs sicherlich alt genug, zumindest seitens seines Großvaters ist ihm schon mal im Zusammenhang mit Größen á la Jaschin, Tilkowski oder Banks eine entscheidende Position damaliger 11 Freunde bekannt geworden und damit auch im hinteren Hirnlappen direkt neben dem Altbierarchiv hängen geblieben: Der TORWÄCHTER. Unzählige Radio- und später Bewegtbild-Kommentatoren haben sie bejubelt oder verdammt, aber niemals nicht beachtet. Was hat das aber mit neuzeitlichem Schnickschnack zu tun, was um Himmels willen bietet uns dazu Google, das selbsternannte oberste Internet-Orakel der Herren Larry Page und Sergey Brin aus California an? Nichts! Oder besser ausgedrückt: Gar nichts! Denn mal ehrlich: Die Einträge 1-7 handeln von irgendwelchen Internet-wir-sind-weltweit-vernetzt-und-ballern-uns-gegenseitig-(wenn-auch-virtuell)-die-Hirse-weg-Spielen. Nummer 8 ist immerhin politisch in China beheimatet und dann gehts auch schon 9 und 10 komplementär in die Molekularwelt. Schnitt, Zwischenfazit, Vermisstenmeldung: Offensichtlich nicht honoriert werden der Fußballgott 54, das filigrane Kahnballet inkl. Karnickelfanggriff und Cantona-Flugshow, Entenjagd á la Meier, Dino Zoffs Blick nach dem 0:1 gegen Haiti 74 und der einmalige Skorpionsprung eines später (absehbar) inhaftieren Escobar-Günstlings aus Columbien. Alle haben eines gemeinsam: Sie sind TORWÄCHTER (Anm. der Red.: Sagt ein gewisser Günter N. auch heute noch), später Torhüter und neuzeitlich Keeper. Sie sind wie der Linksaußen vollkommen verrückt und ohne sie wäre das Spiel nur die Hälfte wert, gäbe es keine Suppenkaspar-Zitate und keine Bücher, nach denen die Karriere aprupt endet. Schöne neue Welt, du hast noch viel zu digitalisieren. Die Information aus dem Sonnenstaat des Terminators (Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 64.500 für Torwächter. (0,27 Sekunden)) kommt zwar schnell, ist aber wertlos. Google, nimm dir ein bisschen Zeit für das richtige Timing. Auch du kannst dann bestimmt viel mehr halten als du versprichst.
Die erste TORWORT-Lesung für 2009 fand am 23. Januar (zum dritten Mal inzwischen) in Düren im BRAUHAUS am Annaplatz statt. Mit dabei: Die Aachener Legende Erik Meijer sowie der bahnbrechende Fußballkommentator Ulli Potofski. Außerdem haben TORWORT-Urgestein Stefan Reusch und Lokalmatador Freddy Latz am TORWORT-Mikro parliert.
Hier ein kleiner Auszug aus diesem wieder einmal großartigen Abend:
Bei 90elf dachten wir zuallererst natürlich an die 11, die 1990 die WM gewonnen hat. Weit gefehlt: Die Jungs sind seit August als erstes Fußballvollprogramm im Internet rund um die Uhr auf Sendung und übertragen alle Spiele der 1. und 2. Liga live. Als 90elf.de den Bolzklub zum Interview rief, haben wir natürlich gerne geantwortet.
Wir haben getestet und getestet und deshalb nicht ganz die Woche seit der letzten News geschafft. Aber dafür müsste der "Kick" jetzt auch reibungslos funktionieren. Was erwartet Euch? Das, wonach wir oft als Erweiterung gefragt worden sind: Ein eigenentworfenes, sehr komfortbales Verabredungs-Tool.
Damit könnt Ihr einen Kick, einen Kneipenabend, den nächsten Stadionbesuch, eure Geburtstagsparty usw. terminieren. Und zwar ganz einfach per Einladung an die in eurem Bereich schon gelisteten Mitspieler, aber genauso auch an Externe. Als Organisator werdet ihr über Zu- und Absagen ständig auf dem Laufenden gehalten, ihr könnt den Kick verändern (wenn sich z.B. die Uhrzeit ändert) und alle Eingeladenen haben die Möglichkeit auf einer kickeigenen Pinnwand zu schreiben. Am besten probiert ihr es hier einfach mal aus. Und wenn es wider Erwarten irgendwo doch hakt: Kurze Mail genügt. Viel Spaß.
Hallo zusammen. Da sind wir wieder. In der Zwischenzeit ist viel passiert. Zum Beispiel kam aus eurer Mitte immer häufiger der Ruf nach Bannern, um weiter auf den Bolzklub aufmerksam zu machen.
Das haben wir zunächst mal gründlich missverstanden und sind im Oktober zum Training der Nationalmannschaft in die Arena in Düsseldorf gefahren
Draußen kam uns dann frisch gegelt der Kevin entgegen, der uns im Vorbeilaufen noch zurief: "Jungss, ssupa Banna. Ssieht sspitze auss. Müsst ihr auch fürss Web haben." Dermaßen inspiriert haben wir dann also losgelegt. Und deshalb könnt ihr jetzt überall selber den Bolzklub nach vorne Bannern. Hier gehts lang. So, bleibt am Ball. In einer Woche gibt´s eine richtig große Überraschung.
Hier im Bolzklub findest Du endlich alle Spieler wieder, die Du schon viel zu lange aus den Augen verloren hast. Den Franz, den Uwe, den Gerd, den Wolfgang, den Günter, den Wolfram, den Ata... Und je mehr im Bolzklub mitmachen, desto schneller findet man sich wieder. www.bolzklub.de