Thu, 16 Jul 2009 14:32:00 GMT von Jörg

Interview mit Sascha Theisen

Schon Joachim Witt hat mit seinem "Goldenen Reiter" davon erzählt, dass die Bürger dieser Stadt einen kleinen Knall haben. Einen liebenswerten Knall - wir wissen wovon wir reden. Denn wir haben uns für ein weiteres Interview unserer beliebten Interview-Reihe "Nachspielzeit" bereits zum zweiten Mal nach Düren gewagt.

Diesmal haben wir Sascha Theisen vor die Linse genommen und ihn nach seinem Leben mit dem Fußball befragt. Nun wissen wir auch endlich warum Fleischwurst nichts für Linksverteidiger ist. Aber seht selbst: Sascha Theisen in der Nachspielzeit!


Für alle die Sascha Theisen nicht kennen sei die Fußball-Lesung "Torwort" sehr ans Herz gelegt. Sascha ist der Urvater dieser Lesereihe und bringt an mehreren Terminen im Jahr die besten Fußballtexte unter’s Volk. Anschauen lohnt sich!

 


Sat, 18 Apr 2009 10:35:00 GMT von Boris

Bolzklub goes Movie - die erste Klappe.

Jetzt wird euch auf den Zahn gefühlt. Die Bolzklub Redaktion hat sich schon so viele skurille Geschichten anhören müssen, äh: dürfen, dass es keinen Ausweg mehr gab: Ab sofort hat jeder die Gelegenheit, sich in der "Nachspielzeit" vor unserer Kamera zu seinen fußballerischen Glanztaten Taten in grauer Vorzeit zu äußern, als man noch mit Lederstollen die Schweinsblase ans Vierkantgebälk gedonnert hat. Denn ab sofort heißt es: Licht an und Maz ab! Wenn ihr euch also noch erinnern könnt, welcher Mitspieler euer persönlicher Basler war, wieviel Promille euer Trainer schon vor dem Spiel hatte oder welche Dorfschönheit immer eure linke Klebe sehen wollte: Sagt uns Bescheid! Wir rücken mit dem kleinen Videobesteck an und werden euch in allen gängigen Videoportalen worldwideweb berühmt machen und natürlich hier im Bolzklub. Ein bisschen vorgearbeitet haben wir auch schon: Wir haben sagenhaft prominente Zeitgenossen schonungslos über ihre vergangenen Heldentaten befragt. Und so präsentieren wir euch heute zur Premiere den unglaublichen Torwort (oder Torwart: wie mans nimmt) Peter Schmitz vom TSV Stockheim: 


Wed, 11 Mar 2009 21:29:00 GMT von Patric

Konkurrenz für die Schöpfungsgeschichte

GarrinchaEin brasilianischer Junge, aufgewachsen in einem Dorf im brasilianischen Regenwald und von Geburt an mit einem O-Bein und einem X-Bein gestraft – das Setup für eine verdammt gute Fußball-Geschichte. Erst recht, wenn der Junge trotzdem kickender brasilianischer Nationalheld wird und darüber hinaus die schönste Frau des Landes heiratet. Klingt nach dem absoluten Hammer-Stoff, ist aber noch lange nicht alles. Denn um den Bock richtig fett zu machen: Der Typ zeugt 14 Kinder, wird bemitleidenswerter Hardcore-Alkoholiker und kickt bis zu seinem Tod, der ihn mit zarten 49 Jahren und einer Alkoholvergiftung aus den Slums in Rio zu sich holt.

Die Geschichte von Manoel Francisco dos Santos, genannt Garrincha, ist ohne Zweifel Stoff für ganz großes Kino. Warum sie bis heute noch niemand verfilmt hat, ist ein Rätsel der Filmgeschichte und zeigt nur, dass die Regisseure dieser Erde schlicht nicht in der Lage sind, gute Fußball-Filme zu produzieren. Vor einiger Zeit ist nun wenigstens schon mal ein Buch – ein gutes dazu – zum Leben des legendären Garrincha geschrieben worden. Der brasilianische Schriftsteller Ruy Castro erzählt die Legende seines Landsmannes wie es sich für einen südamerikanischen Autor gehört: phantasievoll, zauberhaft, pathetisch. So muss es sein. Denn Geschichten, die es derart grandios mit der Schöpfungsgeschichte selbst aufnehmen können, müssen so und nur so erzählt werden. Wer dabei sein will, wenn Garrinchas Vater eine Frau nach der anderen schwängert, wenn der Sohnemann zum ersten Mal die Stiefel für seinen Verein Botafogo schnürt, wenn er in der Selecao zaubert, wie selten jemand danach und wenn er, der Star vom Zuckerhut, abstürzt wie selten jemand zuvor, der muss Castros Buch mit dem allerdings wenig einfallsreichen Titel „Garrincha – Titel, Tore und Tragödien“ lesen. Der Rest glaubt solche Geschichten sowieso nicht.

Mehr über Fußball-Literatur unter torwort.de.

Mit dieser Buchbesprechung starten wir auf unserem Blog eine Reihe in der sich Sascha Theisen in unreglmäßigen Abständen mit Fußball-Literatur auseinandersetzen wird. Sascha Theisen ist der Erfinder von Torwort. Dort werden Fußball-Lesungen veranstaltet. Die Regeln sind dabei so schlicht wie das Spiel: In zwei Mal 45 Minuten erzählen sechs Autoren in maximal 15 Minuten ihre ganz spezielle Geschichte. Egal ob Hans Meyer, Joachim Król oder Klaus Fischer. Sehr empfehlenswert!







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